KG Kleffbotze e.V. Friesdorf
KG Kleffbotze e.V. Friesdorf

Chronik

1928 stellten die Sänger des Männergesangvereins "Liederkranz" bei ihrem Sonntags-Frühschoppen in der Gastwirtschaft Heubach fest, in Friesdorf fehlt noch ein "Fastelovendsverein". Im selben Jahr schwang de "Kleins Schwatz" us de Jaaß (auf Hochdeutsch: aus der Klufterstraße) als "Schultheiß" - so hieß der Präsident früher - die Glocke zur Eröffnung einer Sitzung und brachte das erste Alaaf auf den Friesdorfer Karneval und die Kleffbotze aus. Mit dieser ersten erfolgreichen Sitzung waren die Friesdorfer Kleffbotze geboren. Und der Vereinsname "Kleffbotze" stammt - so die Sage - von den verärgerten Hausfrauen, die ihren übereifrigen Sängern nach dem späten Frühschoppen das Henkelmännchen auf den Biertisch knallten mit der Bemerkung: "He, du ahl Kleffbotz, he häste ding Meddagesse." Und damit hatte das Kind seinen Namen. Da saßen sie nun, die "Kleffbotze".

Nach den Gesangsproben wurde oft bis spät in die Nacht "Fastelovend jeprobt". Auf dem Heimweg wurde vor mancher Haustür noch ein Ständchen gesungen, mehr bier- als vierstimmig. Überzeugt vom eigenen Können ging es dann auf die Bühne. Damals stiegen noch eigene Kräfte in die Bütt, um Kosten zu sparen, und außerdem machte man sich einen Spaß daraus. Da gab es Verzällcher aus Friesdorf, selbstgestrickte Reden und Liedertexte auf bekannte Melodien verfasst. Der Erfolg bestätigte, wie gut es war, Frühschoppen und Gesangsproben so lange auszudehnen.

Aber die Damen packte bald der Neid. "Watt die Männer könne, datt könne mir och!" So startete fünf Jahre später das Damenkomitee "Kleffbotze-Möhne" seine erste Sitzung mit "Obermöhn" Maria Heinderichs. Seitdem gibt es in Friesdorf auch einen echten Wieverfastelovend. Hier ist besonders Änne Sarter, bekannt als "et Mosters Änn", zu erwähnen. Sie war bis über ihr 65. Lebensjahr hinaus aktiv und durch ihre Zwerchfell erschütternden Büttenreden bekannt.

Nach dem 2. Weltkrieg brachte Karl Nagel, Vorsitzender des MGV Liederkranz, die Kleffbotze wieder in Schwung. Er konnte 1948 die erste Sitzung als Präsident im einzigen heilgebliebenen Sälchen in der Gastwirtschaft Nothbaum wieder aufnehmen. Apollonia Stuch wurde Präsidentin, ihr folgte Änne Sonntag.
Elisabeth Schickenberg übernahm 1955 von Änne Sonntag für 20 Jahre die Präsidentschaft bei den "Möhne".
Heute heißt diese Gruppe "Damenkomitee der KG Kleffbotze".
  
 
Neun Jahre war Karl Nagel Präsident, dann wurde er 1956 von Edmund Schickenberg abgelöst. Er war ausgestattet mit einer guten Portion angeborenem Mutterwitz und wird durch seine vielen Histörchen und Gedichte um die Kleffbotze den Friesdorfern noch lange in Erinnerung bleiben.

Die Kleffbotze Heinz Schaber und Christian Schumacher bildeten 1947 als Dott und Döz ein erfolgreiches Gesangsduo. 1955 gesellte sich Edmund Schickenberg dazu und als Trio "Schi-Scha-Schu" waren sie im Bonner Raum sehr erfolgreich.

Die Kleffbotze stellten 1958 mit Walter Vianden und Magret Buchner das erste Prinzenpaar dem Godesberger Karneval zur Verfügung. Walter Vianden ist seit 1949 im Verein und seit 18 Jahren Vorsitzender des "Godesberger Prinzenclubs".

Walter Vianden war von 1987 bis 2004 "Senatspräsident" des Vereins und wurde 2004 von Franz Messinger abgelöst.

1969 machte sich die KG Kleffbotze als erste Karnevalsgesellschaft in Friesdorf selbständig. Sie übernahm die Tradition des früheren Karnevalskomitees im MGV Liederkranz und nannte sich weiterhin "Karnevalsgesellschaft Kleffbotze". Es war für viele alte Liederkränzler eine schmerzhafte Trennung, doch die Zeit heilt alte Wunden. Heute versteht man sich wieder gut und akzeptiert sich gegenseitig. Die Friesdorfer Vereine arbeiten im Ortsausschuss zum Wohl des gesamten Ortsteils zusammen.

1969 trat Hubert Stuch als Senator dem Verein bei; 1975 wählte man ihn zum 1. Vorsitzenden. Am 21. Februar 1995 bekam Hubert Stuch den Orden "Träger der Goldenen Pritsche" verliehen, eine hohe karnevalistische Auszeichnung für besondere Verdienste um den Verein und für den Festausschuss Godesberger Karneval.

Hildegard Rahn war "Präsidentin des Damenkomitees" von 1975 bis 1977. Rolf Half übernahm 1981 von Edmund Schickenberg das Narrenzepter. Er meisterte sein Amt als Präsident mit großem Eifer und viel Geschick. Als Vizepräsident im Festausschuss Godesberger Karneval war er drei Jahre tätig. Sein kreatives Talent ist im Vereinshaus überall sichtbar; das bisherige Deckblatt der Festschrift entstammte ebenfalls seiner künstlerischen Feder. Christel Jonas übernahm 1977 die Präsidentschaft des Damenkomitees. Ihr Mann, Werner Jonas trat 1973 die Nachfolge von Hans Josef Pung an und leistete wertvolle Arbeit als Geschäftsführer und Literat.

1983 verließen die Kleffbotze das Vereinhaus "Josefsheim" (in Anlehnung an Zeugwart Josef Walbröhl). Nach äußerst schwierigen Verhandlungen zwischen Hubert Stuch und dem Liegenschaftsamt der Stadt Bonn bezogen die Kleffbotze ihr neues "Zuhause", das Vereinshaus an der Godesberger Straße.

Es ist gesellschaftliches Zentrum und Trainingsstätte für die Corps. Von hier ziehen die Kleffbotze am Karnevalssonntag aus, um als Teilnehmer am Godesberger Karnevalszug Freude und Kamelle in die Godesberger Bevölkerung zu bringen.

Die Karnevalssitzungen wurden 1970 bis 1975 in der Ponderosa-Baracke, 1976 bis 1982 in den Union-Sälen und von 1983 bis 1987 im Zelt veranstaltet.


Christel und Werner Jonas traten Ende 1987 zurück. Ihre Ämter wurden von Vizepräsidentin Karin Strohe und Pressewart Jürgen Claußen übernommen.

Am 16. Januar 1988 hatte das endlose und Nerven aufreibende Warten auf die Fertigstellung der Mehrzweckhalle (Servatiushalle) ein Ende gefunden. Noch vor der offiziellen Einweihung startete Präsident Rolf Half mit einem stimmungsvollen und erfolgreichen ""Biwak""- arrangiert von Ralf Glück und Hubert Stuch - das erste Narrentreffen in der Halle. Die Servatiushalle hatte ihre Feuertaufe bestanden. Die Servatiushalle wird seit ihrer Fertigstellung für alle größeren öffentlichen Veranstaltungen der Kleffbotze in Anspruch genommen.

Seit 1991 organisiert und moderiert Hans Bernd Riegel (Geschäftsführer KGK) das bei den Friesdorfern populäre "Biwak".

Beim Ordensfest 1989 übernahm Iris Claußen erstmals die Damenpräsidentschaft als Nachfolgerin von Karin Strohe.

1990 trat Rolf Half als Präsident zurück. Jürgen Claußen wechselte zur Spitze der KG Kleffbotze.

Helmuth Meissner wurde 1993 zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er löste Hubert Stuch ab, der dieses Amt 18 Jahre ausübte. Hubert Stuch wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Garant für die Erfolge der KG Kleffbotze sind auch das Musikcorps und die Tanzcorps mit ihren Garde- und Showtänzen.

1977 wurde von Edmund Schickenberg und Hans Plönnes das "Fanfarencorps" der KG Kleffbotze gegründet.

Im Jahre 2002 wurde das Fanfarencorps in "Musikcorps" umbenannt. Ralf Block ist heute Leiter der Musiker. Sie feierten am 29. Juni 1997 ihr 20-jähriges Bestehen mit einem großen Musikfest an der Margaretenstraße in Friesdorf.


Nach einer Idee von Anneliese Stuch entstand 1978 das "Majorettencorps". Das Mädchentanzcorps wurde später von Christel Glück und Hildegard Pöhle betreut. 1986 führte die Trainerin Monika Peters das Corps beim Meindorfer Tanzturnier des "Bund Deutscher Karneval" zu einem verdienten 1. Platz. Als Showtanzgruppe "Sweet Girls" wurden sie über die Grenzen des Godesberger Raumes bekannt und erwarben sich hohe Anerkennung. 1989 löste sich die mittlerweile in "KGK Tanzcorps" umbenannte Tanzformation auf. Die Tradition des Tanzcorps wurde 1991 wieder fortgesetzt. Zurzeit wird das Corps von Anja Modigell-Kessenich geleitet.

1987 gründete Iris Schulz (Claußen) mit zehn Pänz das "Kindertanzcorps" der Kleffbotze. Von 1983 bis 1992 begeisterte Hermann Josef Wahlen die "Kleinen Jecken" beim Kinderkostümfest als "Kinderonkel" mit tollen Ideen und Geschenken. Das Kindertanzcorps ist seit 1993 für die Gestaltung des beliebten Kinderkostümfestes zuständig.

1990 gründete Helmuth Meissner das Männerballett die "Papas". Unter der Leitung der "Papas" finden seit 1995 mit großem Erfolg die "Stadtmeisterschaften für Männerballette" in der Servatiushalle statt.

Von 1992 bis 2002 gab es mit der "Showtanzgruppe Brettdancer", geleitet von Manfred Lammerich (2. Vorsitzender, eine weitere Tanzformation der KGK.


1996 konnte man sich wieder freuen und stolz sein. Das Godesberger Prinzenpaar, Prinz Karl-Heinz III. und Godesia Shöret, kamen aus den Reihen der KGK.

1998 stellte die KG Kleffbotze ebenfalls das Prinzenpaar mit Prinz Hans-Jürgen I. und Godesia Anita.
Im Jahre 2002 stellte die KG Kleffbotze mit Peter und Renate Nelles das Godesberger Prinzenpaar.

Eine besondere Art von Flohzirkus gründeten Antje Nekhili und Jenny Klingelhöfer im Jahre 2003. Die tanzenden Flöhe sind Kinder der KGK zwischen zwei und acht Jahren. Und sie nennen sich "Tanzflöhe".

Einen Wechsel an der Spitze des Vereins gab es im Jahre 2003. Otto Imbach und Silvia Koll wurden als Präsidentenpaar von Detlef Blank und Heike Blank abgelöst.

Ursula Meissner gründete 2004 mit neun Mitgliedern den Damensenat der KGK. Neben dem Herrensenat gab es nun eine weitere Gruppierung mit dem Ziel, den Verein zu unterstützen.

Gerti Imbach stellte sich im Jahre 2004 nicht mehr zur Wahl als Leiterin des Kindertanzcorps. Dagmar Forster wurde als neue Leiterin gewählt.


Helmuth Meissner

Einen Wechsel an der Spitze des Vereins vollzog sich 2011. Nach 18  jähriger, intensiver und aufopferungsvoller Arbeit, beendete Hellmuth
Meissner seine Karriere als 1.Vorsitzender

der KG Kleffbotze. Er wurde zum Ehrenvorsitzender ernannt.

Wolfgang Krüger übernahm den Posten des 1.Vorsitzender

 

Antje Nekhili übernahm dann dann von Dagmar Forster das Amt der Kinderkommandantin.

Nach fast 9 Jahren erfolgreicher Arbeit mit den Flöhen & Mäusen hört Sie 2012 auf.

Hans Stangl und Martina Graeber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bad Godesberger Prinzenpaare mit Beteiligung der KG Kleffbotze im Überblick:

1958:     Walter Vianden und Magret Buchner
1962:     Christian Schumacher und Christel Herrmann
1963:     Dieter und Inge Linder
1976:     Klaus Rose und Lore Vianden
1978:     Ulli Hauschild und Gertrud Dung
1985:     Hans Stangl und Martina Graeber
1995:     Jan Horn und Jennifer Koll, Kinderprinzenpaar
1996:     Karl-Heinz und Söhret Schmitt
1998:     Hans-Jürgen und Anita Dittrich
2002:     Peter und Renate Nelles
2005:     Christian Forster und Cathi Kolié, Kinderprinzenpaar

2010:     Younes und Yara Nekhili, Kinderprinzenpaar

2011:     Dennis Schmitt und Julia Sieger, Kinderprinzenpaar

2012:     Till Maximilian Klingelhöfer & Lisa Marie Ruhnau, Kinderprinzenpaar


Dank stark vorhandenem Engagements der Mitglieder, Aktiven, Freunde und Förderer steht unser Verein auf einem soliden Untergrund.

Seit 84 Jahren besteht jetzt unser Verein und ist seit dieser Zeit nicht mehr aus dem Karneval unser Stadt Bad Godesberg, aus den Sälen und den Fastelovends-Umzügen wegzudenken. Wir wollen auch in den vor uns liegenden Jahren alles tun, um anderen viel Freude zu bereiten und unser rheinisches Brauchtum hoch zu halten.

 



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