Vorstandstour

Vorstand wieder auf Fortbildung

Am 05.09.2009 machten wir uns mit 14 wackeren Recken aus unserem Vorstand auf den Weg, um an einer Fortbildung teilzunehmen. Hatten wir doch in den letzten Jahren bereits etwas über Parfum aus Köln (Besuch bei Farina), die Römer (Römervilla in Altenahr) und auch die Ahr und ihre Weine kennen gelernt. So wurden wir dieses Jahr von Monika und Hans-Bernd Riegel auf große Fahrt geschickt. Sie hatten mit viel Mühe und Kleinarbeit unsere Route ausgearbeitet. Ich kann euch sagen: so viel Bahn und Zug bin ich schon lange nicht mehr gefahren. Aber jetzt zu unserer Tour: Es ging vom Platz der Vereinten Nationen mit dem Telekom-Express zum Siegburger Hauptbahnhof. Dort wartete bereits der Michel-Express, der uns quer durch Siegburg zum ersten Ziel brachte: Die Abtei Michaelsberg. Zitat: "Als Wahrzeichen für Siegburg und den Rhein-Sieg-Kreis erhebt sich der Michaelsberg im Südosten der Kölner Bucht. Die weithin sichtbare Burganlage der Grafen des Aulgaues wurde 1064 Benediktinerabtei durch den Kölner Erzbischof Anno und als geistiges Zentrum umgestaltet. Bauelemente von der ersten Burg- anlage über die Romanik und die Gotik bis hin zum Barock und zur Moderne bestimmen den gesamten Gebäudekomplex. Die Großanlage mit ihren vier Gebäudetrakten wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg geschaffen. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Abtei wurde samt Kirche wieder aufgebaut. Heute beherbergt die Klosteranlage neben den Räumlichkeiten der benediktinischen Mönchsgemeinschaft das Exerzitienhaus des Erzbistums Köln und in einem Nebengebäude ein Jugendgästehaus." Von der langen Fahrt ausgezehrt und zur Vorbereitung auf die für später angekündigte Führung durch den Liqueurkeller der Abtei, freuten sich alle Mitstreiter auf ein zünftiges Bier aus der Michel-Brauerei und etwas Leckeres zum Essen in den Abtei-Stuben. Unsere nette Bedienung teilte uns mit: "Die Ente ist leider ausgeflogen", So gab es Straußensteak, Filetpfännchen und andere Leckereien. Allerdings wurde die Frage nach der "Ente" noch oft gestellt. Einige gönnten sich auch ein leckeres "Krokant-Eierlikör-Eis" zum Nachtisch. Gut gestärkt ging es durch den barocken Innenhof in den Liqueurkeller.





Bevor uns aber die Liqueurherstellung erklärt wurde, sollten wir an einer Liqueurprobe teilnehmen. Zwei Sorten standen zur Probe bereit. Zitat: "Der original Abteiliqueur der Benediktiner-Abtei Siegburg, Michaelsberg, wird nach altem Klosterrezept aus edlen Kräutern von den Mönchen hergestellt. Nutzen Sie die wohltuenden Kräuterextrakte, ohne chemische Zusätze destilliert, Heilkräfte der Natur, wenn Sie etwas Besonderes möchten. Aber nicht nur der Inhalt ist vom Feinsten, auch die außergewöhnlichen Gestaltungsformen machen den Siegburger Abteiliqueur aus." Mmmh lecker, das war vielleicht gesund! Nach der Kostprobe ging es weiter in den Herstellungsbereich. Wir konnten in ein Hundert-Liter-Fass mit dem Ansatz (98% Alkohol) schauen. Uns wurde der Weg der Destillation und der Abfüllung anschaulich dargestellt. FAZIT: Wer noch nie auf dem Michaelsberg war, sollte es bei Gelegenheit nachholen! Unsere Reise ging dann weiter. Wir fuhren gut gelaunt mit dem Michel-Express zurück zum Bahnhof Siegburg. Und es kam, wie es kommen musste... unser Zug hatte Verspätung, und wir verpassten unseren Anschlusszug in Troisdorf! Na ja, aber davon ließen wir uns nicht unterkriegen; die Wartezeit wurde mit Musik und einem Tanz auf dem Bahnsteig überbrückt. Endlich ging es zu unserem letzten Programmpunkt. Unsere Reisegruppe landete in Unkel, denn unsere schlauen Reiseleiter hatten erkundet, dass in Unkel das diesjährige Weinfest mit anschließendem Feuerwerk stattfand. 14 illustre Gesellen und Gesellinnen ergatterten einen Biertisch unterm Zelt. Die Hartgesottenen fand man an einem Stehtisch direkt neben einer Weinbude wieder. So konnte jeder nach seinem Geschmack den passenden Wein für sich finden. Es gab Rotwein, Weißwein, Federweißer aus der Region und allerhand Leckereien zum Müffeln. Aber auch für unsere Biertrinker war gesorgt. Hier lernte unser Präsident einige Pärchen kennen, die bereits 50 Jahre verheiratet waren. Durch den Liqueur, den Wein und die gute Stimmung animiert, krönten wir noch unsere LIQUEUR-WEIN-KÖNIGIN. Schnell etwas Dekoration gezaubert (Danke an die kreativen Köpfe) und die Krönung wurde vollzogen.




Unsere Monika wurde die neue Liqueur-Wein-Königin 2009 der KGK! Aber sie blieb nicht lang allein: Schnell hatten wir auch unseren Frank zum KGK-Bacchus ernannt. Es näherte sich der Abend, und da wir bereits vormittags losgezogen waren, um unsere schöne Gegend zu erkunden, fingen einige an, den Tagesstress zu spüren. Elf wackere Vorstandsmitglieder fuhren mit der Bahn oder "Dank des Fahrdienst von Petra" nach Friesdorf zurück. So blieb ich mit Monika und Hans-Bernd zurück, um das Feuerwerk anzuschauen. Es war wie bei den "kleinen Negerlein"; da waren es nur noch drei! Aber was dann passierte, konnte ich erst einige Stunden später nachvollziehen. In Kurzform: Ihr trinkt genüsslich einen Wein, plötzlich kommt von Hans-Bernd die Frage -was gibst du, wenn du mit dem Schiff zurück nach Godesberg gebracht wirst?- Ich dachte nur: der spinnt und gab keine Antwort. Kurze Zeit später sagte HB -wir müssen runter an den Rhein, an den KD Anleger, da wird uns die MS Godesia aufnehmen-. Unsere Gesichter könnt ihr euch vorstellen! Wir sind dann mit unserem Wein zum KD-Anleger in Unkel gelaufen.


Monika und ich parkten uns auf einer Bank. Die Schiffe, auch die MS Godesia, zogen an uns rheinaufwärts vorbei. Während das Feuerwerk begann, lief Hans-Bernd mit seinem Handy auf und ab, und wir bekamen so Worte wie: Wasserschutzpolizei, Geschäftsführer, Bernd usw. mit. Monika versteckte sich unter ihrer Kapuze und sagte: "Den kenne ich nicht!" Und am ganzen Rheinufer um uns herum versammelte sich eine Menschenmenge, um das Feuerwerk zu erleben. Plötzlich kletterte HB über die Absperrung am Anleger und lief zielstrebig zur WSP (Wasserschutzpolizei), die unten am Anleger lag. Nach einem kurzen Gespräch legte die WSP ab und dann kam es! Die MS Godesia kam rückwärts an den KD-Anleger gefahren, was für ein Schauspiel, und machte fest. Dann rief eine Stimme: "Drei Personen nach Bad Godesberg, bitte an Bord kommen!" Nee, ich kam aus dem Staunen nicht heraus. An Deck ging HB direkt zum Kapitän. Wir erblickten das Prinzenpaar der vergangenen Session Gerti und Otto auf dem Oberdeck und genossen mit ihnen das verbleibende Feuerwerk auf dem Schiff. So kamen wir den Rhein abwärts nach Bad Godesberg. Hier ein herzliches Dankeschön an den Kapitän Bernd Münz und seine Crew, die uns dieses Highlight zum Abschluss der Vorstandstour ermöglicht haben. Unseren Schlörschluck (Schlaftrunk) nahmen wir dann noch in Friesdorf zu uns und fanden nach einem langen Tag nach Hause. FAZIT: Vielen Dank an Hans-Bernd und Monika für diese erfahrensreiche Fortbildung 2009!

Anja Bogner